Haus des Kristall-Lotus
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Die Sumpfgoblins

Geschichte

Alles, was lebt, ist Kind des Lebensbaumes, und alles Leben fließt zu ihm zurück. Das ist die Basis des Glaubens der Sumpfgoblins, der fast jeden Aspekt des Lebens im Verlorenen Land bestimmt. Die Sumpfgoblins betrachten sich nicht als Bewohner des Dschungels, sie sind der Dschungel des Verlorenen Landes. Obwohl sie entfernte Verwandte der Goblins der Schwarzblüter sind, betrachten sie sich als eigene Rasse und bezeichnen sich meist als die Kinder des Verlorenen Landes oder die Kinder des Moors. Ihre Geschichte ist so alt, daß niemand weiß, ob die Schwarzblütergoblins die ersten waren, die das Verlorene Land besiedelten, oder ob die Goblins von dort stammten und in das Imperium gezogen wurden, als die vier Rassen der Schwarzblüter zum ersten Mal Stärke in ihrer Gemeinsamkeit fanden. Die Wahrheit ist eine Frage des Glaubens, und rein akademischer Natur, denn die jüngste Schlacht der beiden Rassen hat sie auf immer und ewig getrennt.
Bis vor kurzem existierten lebhaften Handelsbeziehungen zwischen den beiden Nationen, und das Imperium der Schwarzblüter genoß den Vorteil, eine undurchdringliche grüne Barriere an seiner Ostflanke zu haben. Die Orkalchimisten vom Orden des Leuchtenden Sterns waren stark auf die exotischen Substanzen des Regenwalds angewiesen. Sie entsendeten regelmäßig Forschertrupps über die große Grenze, den Weltenrand, um nach neuen Komponenten und Ingredenzien zu suchen. In den letzten Jahren festigten sich jedoch die Beziehungen zwischen den Jadeelfen und den Sumpfgoblins immer mehr. Schließlich gewannen die Sumpfbewohner so viel Selbstvertrauen, daß sie den Orks verboten, ihr Land zu plündern. Infolgedessen stiegen die Spannungen zwischen den Schwarzblütern und den Sumpfgoblins, was die Goblins von Terakan immer kühner werden ließ, und ein frischer Wind kam auf. Mit Unterstützung des Jadehauses erhoben sich die Sumpfgoblins und die Goblins von Terakan gegen den Kaiser Nisar Blutband. Der Aufstand war jedoch nicht von Erfolg gekrönt. Die Goblins von Terakan wurden von der Armee Japurs besiegt, und obwohl die Sumpfgoblins Nisars Armee schwer dezimierten, hat Nisars Zähigkeit und Unbeugsamkeit ihm einstweilen erneut den Respekt aller Beteiligten gesichert.
Momentan halten die Sumpfgoblins die Grenzen ihres Landes geschlossen und lassen keine Fremden mehr ins Herz des Dschungels vordringen. Ihre Truppen am Weltenrand wachen darüber, daß niemand die Schätze des Dschungels ohne ihre Erlaubnis plündert, doch es gibt zwei Bereiche, die selbst die Sumpfgoblins nicht unter Kontrolle haben: das Gebiet, in dem die Stygianer in Erscheinung getreten sind und das im Süden liegt, und das Terrain im Norden, das vom Schatten einer Krankheit befallen zu sein scheint, die die Schamanen der Goblins nicht kurieren können. Die Fäulnis breitet sich langsam in den Dschungel des Verlorenen Landes aus, und die Sumpfgoblins haben lange gebraucht, um den Einfluß der Lakaien zu erkennen, die vor keiner Herausforderung zurückschrecken, nicht einmal vor der grünen Hölle des Dschungels.



Gesellschaft

Die Gesellschaftsstruktur der Sumpfgoblins ist schwer zu erfassen. Ihr Wertesystem ist so fremdartig, daß es sich dem Verständnis Außenstehender vielfach entzieht. Das Leben im Verlorenen Land drehte sich um zwei Dinge: die Kalebassenstädte und den Gelben Lotus. Die Kalebassenstädte sind die riesigen Bäume, in denen die stärksten Stämme wohnen. Diese enormen Bäume ragen über dreihundert Meter in die Höhe und können Tausende von Goblins aufnehmen. Es gibt nur fünf Kalebassenstädte, die der Außenwelt bekannt sind, doch es ist davon auszugehen, daß noch weitere in den Tiefen des Dschungels existieren. Der Name "Kalebassenstadt" kommt von den kürbisartigen Früchten, die an den Lebensbäumen der Goblins wachsen. Die ausgehölten Früchte dienen den Goblins als Behausung und als militärisches Quartier, und im Dunkeln strahlt ihr Licht weithin.
Die gelbe Lotusblüte durchzieht jeden Aspekt des Gemeinschaftslebens der Sumpfgoblins. Dieses überaus wirksame Kraut wird als Grundstoff beim Kochen benutzt, es besitzt zahlreiche medizinische und toxische Anwendungsmöglichkeiten in den Händen eines kundigen Schamanen. Es handelt sich um eine wundersame Substanz mit vielen erstaunlichen Fähigkeiten, die jedoch auch ein starkes Gift enthält. Um alle ihre Kräfte wissen nur die weisesten Schamanen, die ihre Kunst lange studiert haben. Das Wissen um die Fundstellen und den Anbau der gelben Lotusblüte hat wesentlich das Verhältnis der Goblins zu den Jadeelfen geprägt. Das Haus der Jadeelfen setzt die Blüte als mächtiges Rauschmittel ein. Die Hauptanbaugebiete liegen in der Nähe der großen Kalebassenstädte und sind entscheidende Standortfaktoren für jede neue Goblinsiedlung.
Die Sumpfgoblins unterteilen sich in Hunderten von Stämmen, die einander ständig wechselseitig bekriegen und befrieden. Die stärksten Stämme kämpfen um die Kontrolle der Kalebassenstädte. Diese Schlachten sind hart, aber auch shcnell und dauern kaum länger als einen Tag oder zwei, denn die Grundregel des Kampfes ist, daß nie der Baum verlertzt wird. Die kämpfenden Stämme begegnen sich in unmittelbarer Nähe des Baumes, bis sich eine als überlegen erweist. Dann wird der Kampf beendet, und der besiegte Stamm verläßt die Kalebassenstadt und übergibt sie dem Sieger. Das wichtigste ist, daß während der Kampfhandlungen die Pflege des Baumes nicht unterbrochen wird.
Anführer eines jeden Stammes sind seine Schamanen. Sie geben einander das Wissen um die Zubereitung der Blüte weiter, und sie sind diejenigen, zu denen die Alten Geister sprechen. Nur sie können den goldenen Nektar trinken, ohne einen langsamen und qualvollen Tod zu sterben. Der Nektar befördert sie in eine Trance, in der sie Zwiesprache halten mit dem Dschungel und den Gesang des Verlorenen Landes deutlicher je hören. In diesem Zustand können sie den Stand der Dinge in allen anderen Kalebassenstädten wahrnehmen. Verschiedene Beobachter haben bereits die Vermutung geäußert, daß alle, auch noch so weit voneinander entfernte Kalebassenstädte einen halbbewußten Organismus bilden, der in der Essenz seines Nektars Informationen zwischen seinen Teilen austauscht. Zwischen den Stämmen kann verzögerungslose Kommunikation stattfinden, doch die Essenz des Nektars muß von einem erfahrenen Schamanen interpretiert werden.
Auf diese Art erfuhren die Ältesten aller Kalebassenstädte vom Tod des Goblinfürsten am Baum des Lebens. Der Baum des Lebens ist der älteste und größte aller Kalebassenstädte, und der Goblinfürst ist das, was einem König der Sumpfgoblins am nächsten kommt. Der Goblinfürst kann von jedem beliebigen Stamm abstammen und bleibt selbst dann im Baum des Lebens, wenn ein anderer Stamm ihn erobert. Bei seinem Tod absorbiert der Baum seine sterbliche Hülle, und sein Geist wird eins mit der Essenz des Gelben Lotus. Die Schamanenführer jedes Stammes erfahren dies umgehend, wenn sie den Nektar trinken, und versammeln sich in ihrer Geisterwelt, um miteinander um die Vorherrschaft zu streiten. Wie sie ihren Kampf entscheiden, hat noch kein Außenstehender in Erfahrung bringen können. Innerhalb von Tagen geht einer der Ältesten aus der Geisterwelt hervor, und wird der neue Goblinfürst. Er tritt seine Reise zum Baum des Lebens sofort an.
In den letzten Jahren hat der Nektar der Kalebassenstädte einen bitteren Beigeschmack angenommen, und die Schamanen sprechen von Dämonen und finsteren Schrecken, die in der Geisterwelt jagen. Sie führen dies auf den Einfluß der Lakaien zurück, der sich von Norden aus wie ein Krebsgeschwür ausbreitet. Hier hat sich der schleichende Verfall bereits in einer der Kalebassenstädte ausgebreitet. Der Stamm, der sich um ihn kümmert, ist gefräßig geworden und rafft weit mehr an sich als er benötigt, und als er zurückgeben sollte. Er hat sogar mit dem Brauch begonnen, die Toten zu verbrennen, in den Augen der Sumpfgoblins das größte Sakrileg überhaupt.



Militär

Die Sumpfgoblins sind eine kriegerische Rasse, doch die Triebkarft ihrer Kriege liegt weder in Haß noch Habgier. Ihre Kriege sind auf ein bestimmtes Gebiet begrenzt und zum Überleben ihrer Rasse unerläßlich. Die konstante Veränderung der Landkarte sorgt dafür, daß das Wissen um die Gefahren des Dschungels frisch bleibt und nie veraltet, die Voraussetzung zum Überleben in einer Welt, in der Ignoranz und Stagnation in den sichern Tod führen.
Alle Stämme besitzen dieselben Kriegereinheiten, und die Formen ihrer Rüstungen und Waffen stimmen ebenfalls überein. Die Farben und Zeichen ihrer Rüstungen unterscheiden sich jedoch erheblich voneinander. In den vergangenen Jahrhunderten setzten die Goblins Körperteile der riesigen Insekten des Dschungels ein. Heute spiegeln ihre Panzerungen noch immer dieses Bild wider, bestehen jedoch aus Kupfer, Gold und Stahl. Die geschickten Schmiede der Goblins imprägnieren den Stahl mit Pigmenten der Chitinpanzer ihrer Insekten. So erhalten die Waffen und Rüstungen jedes Stammes einen besonderen Glanz, der schön ist, sie aber auch von anderen Stämmen abhebt.
Der Hauptteil ihrer Armee besteht aus Speerkämpfern. Die Leichten Speerkämpfer sind meist junge Krieger, während die Schweren Speerkämpfer ältere Veteranen sind, die schon viele Feldzüge überlebt haben. Sie greifen in konzentrierten Gruppen an und beherrschen ihre Chitinspeere und Schilde wie echte Meister.
Die Kopfjäger kämpfen für den Ruhm des Stammes und oft für persönlichen Ruhm, wenngleich die Schamanen das scharf verurteilen. Sie sammeln Trophäen auf dem Schlachtfeld, und es gibt keine größere Trophäe als den Kopf des Feindes. Diese fanatischen Krieger besitzen einen dunklen Ruf und werden häufig selbst von ihren eigenen Leuten gemieden.
Es gibt zwei Arten von Jägern, die ebenfalls in der Armee der Sumpfgoblins kämpfen. Die Giftmeister tauchen ihre scharfen Pfeile in verschiedene Gifte, die auf kurzer Entfernung absolut tödlich sind. Die Netzmeister hingegen versuchen den Gegner in ihre Netze zu verwickeln, bevor sie ihm mit ihren Chitinkolben den Garaus machen.
Die Gottesanbeter sind handverlesene Krieger, die meistens den Ältesten schützen oder die Streitmacht anführern, die eine Kalebassenstadt angreift. Die Anführer der Gottesanbeter kämpfen mit einem Paar der sogenannten Insektenklauen, die sie mit großem Geschick führen.
Luftunterstützung erhalten die Sumpfgoblins von ihren Drohnen. Diese Rieseninsekten werden entweder von einem Krieger oder einem Schamanen geritten. Die Krieger sind mit einem Chitinschwert und einem Blasrohr bewaffnet, während der Schamane die Anstrengungen seiner Verbündeten verstärkt oder den Feind mit explodierenden Sporenbomben angreift. Die Spinnenwächter sind eine Bodeneinheit, die von den Sumpfgoblins gezielt für den Kampf eingesetzt wird. Mit ihren Riesenspinnen spähen sie den Dschungel aus, bewachen grenzen und warnen vor Angriffen. Wenn die Zeit zum Angriff gekommen ist, setzen die Goblins die noch größeren Sumpfschrecken ein: Spinnen, die ohne Schwierigkeiten eine große Anzahl von Goblins transportieren können.
Wann und wie ein Stamm der Sumpfgoblins angreifen wird, entscheidet der Älteste. Der alte Weise spricht mit der Geisterwelt und führt den Stamm mit seiner hier gewonnenen Weisheit den Stamm. Der Ausgang eines Kampfes hängt meistens von der Weisheit oder Narretei dieses Schamanen ab, und es ist nicht ungewöhnlich, daß der Älteste hingerichtet wird, wenn seine Visionen den Stamm schlecht führen.




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Ersterstellung am 28.12.2014. Letztes Update am 28.12.2014.

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