Klan der Dunklen Hauer
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Die Lakaien

"Die Leichenberge ragten höher, als das Auge sehen konnte. Die Luft war schwer vom Duft des Todes, und an meinen Füßen spürte ich die klamme Berührung des Blutes, das in Strömen über die Erde floß. Ein einziges Grabmal war die Festung geworden - und ein Mahnmal für die Macht des Todes. Unzählige Leichen füllen ihre Mauern - der Jungen, der Alten, der Frauen wie der Männer. Nicht alle waren aus freien Stücken gegangen. Während ich zusah, zerrten die Ritter einen Mann von vielleicht achtzehn Wintern in die Halle und warfen ihn hart zu Boden. Er versuchte ein letztes Mal zu fliehen, doch er stolperte über eine der Leichen, und als er in ihr Gesicht blickte - manche sagen, es sei seine Mutter gewesen - war es bereits zu spät. Als sein Blut auf den Boden spritzte, wurde die Dunkelheit, die sich seit den ersten Opferungen vor sieben Tagen stetig ausgedehnt hatte, zu pechschwarzer Finsternis. Ich konnte sie berühren, schmecken - und liebkosen. Angst erfüllte mich. Ich muß zugeben, die Dunkelheit schien die Realität selbst auseinanderzureißen, und auf einmal überflutete uns ein blutrotes Zwielicht aus einer anderen Welt. Seiner Welt. Dem Zwielichtreich. Die Angst verschwand, als der rote Nebel meine Lunge erfüllte, und ich spürte, wie mein Körper sich verwandelte und die schwache und armselige Gestalt des Erstgeborenen, der ich gewesen war, abschüttelte. Ich wurde wiedergeboren, als etwas Neues, etwas Dunkleres - Ich war zu einem wahren Lakaien geworden. Und ich war nicht mehr allein, denn während nur die Toten zusahen, erblickten die neuen Herrscher das Licht der Welt."
- "Die Öffnung des Tores", aus den Schriften des Totenreichs

Die Propheten wurden in die vier Ecken der Welt verbannt. Dort gingen sie in ihrem alles beherrschenden Haß auf den Wahrhaftigen König diabolischen Pakte mit dem unaussprechlichen Bösen ein.

Die Lakaien, die heute die größte Bedrohung für das Schicksal Chronopias sind, entstammen ursprünglich selbst den Erstgeborenen, doch ihre Verehrung des Herrschers der Finsternis entstellte sie über alle Maßen. Nun gleichen sie mehr den Dämonen, an deren Seite sie kämpfen, als dem Volk der Erstgeborenen.

Die von den Vier Propheten der Finsternis angeführten Horde wird erst ruhen, wenn die ganze Welt vor dem Gott der Finsternis kniet und sämtliche Flüsse und Meere von dem Blut ihrer Feinde überlaufen. Die Namen der infernalischen vier sind heute die stärksten Flüche in allen Sprachen. Negral, dessen Vergangenheit als Rebell der Erstgeborenen, der von dem elenden Hof der Elfen floh, ein längst vergessener Traum ist. Die einst unsagbar schöne Aleha, deren dunkle Haut Männer zu ungeheuren Heldentaten angespornt haben soll, entstellte die Verderbnis bis zur Unkenntlichkeit. Nemeth, der Sohn eines Sklavenmädchens, der sein eigen Fleisch tötete, weist kaum noch Ähnlichkeiten mit den Bildern seiner Vergangenheit auf. Und schließlich Lokoth, Bruder von Kronos A'Kallach selbst, der ihm allerdings ins Gesicht spucken würde, würde er die entstellte Gestalt sehen, zu der Lokoth geworden ist.

Diese vier Propheten planen von ihren dunklen Kultstätten aus die Vernichtung der ganzen Welt und haben zu diesem Zwecke eine Horde von Dämonen und anderer Höllenbrut beschworen und geschaffen. In ihren Palästen der Finsternis führen die Propheten zahllose Opferrituale für ihren Herrscher durch, der ihnen im Gegenzug unglaubliche Kräfte verleiht. So konnten sie sich mit den Wächtern der sieben Tore der Höllen verbünden, von denen sie große Teile ihrer untoten Legionen erhielten.

Aus alten und fast zerfallenen Schriften erfuhren sie das Geheimnis der Vernichtung der Schöpfung. Mit diesem Wissen schufen sie die Hörner der Anrufung, gefertigt aus dem Staub der Skelette ihrer Opfer. In Ausführung der überlieferten Rituale bliesen sie die Hörner, und die Dämonenfürsten des Zwielichtreichs erhörten ihren Ruf. In den Festungen der vier Propheten entstanden die vier Großen Malströme, die die Welt Chronopia mit dem Zwielichtreich verbanden.

Im Westen haben die Horden von Nemeth erst vor kurzem Gargildur vom Clan der Gehörnten erobert, und ihr grausamer Zermürbungskrieg tobt auch weiterhin. Im Norden kämpfen seine Truppen gegen den Blutrausch und die Erstgeborenen, wo sie die Stadt Kardeyl einnahmen, deren Bewohner sie bis zum letzten Mann ihrem dunklen Herrscher opferten.

Negral entsandte von der Insel der Toten eine Armada über das Frostmeer, die schließlich große Teile des Lands der Finsternis von den Schwarzblütern eroberte. Am Makila-Paß zermalmte sie die Truppen Nisars und tötete seinen Bruder Burbaal. Bei Vesurvia zerschmetterte sie die zerbrechliche Allianz der Erstgeborenen, Zwerge und Elfen, machte die Stadt dem Erdboden gleich und ließ alle hinrichten, die sich ihr in den Weg stellten. Negrats Landtruppen marschierten nun weiter in die nördlichen Ausläufer des Königreichs der Erstgeborenen, und seine Schwarze Flotte segelt nun den Großen Schlund hinunter und wird bald über die dortige Städte an der See herfallen.

Als Alehas Truppen aus den Dschungeln von Jebel stürmten, nahmen sie die elfische Handelsstadt Myerma ein. Ihre Streitkräfte trafen bereits auf die Zwergenlegionen der Dunklen Hauer und der Gehörnten. Dunklen Gerüchten zufolge sollen ihre Botschafter am Hofe des Hohen Fürsten der Zwerge gesehen worden sein und ihre Streitmacht kurz davorstehen, die Heimatinsel der Gehörnten anzugreifen.

In den Bergen und auf den Hochebenen kämpfen die Zwerge des Wolfsclans erbittert gegen die Armeen des Propheten Lokoth. Überall an der zwergischen Grenze brennen nach zahlreichen Schlachten mittlerweile die Feuer des Krieges, doch die Streitmächte der Finsternis drängen die Wölfe immer mehr in die Tiefen ihres Territoriums zurück. Die mit dem elfischen Haus der Sonne verbündeten Blutknochen verteidigen zwar bislang erfolgreich ihre östliche Grenze, doch die dunklen Legionen von Lokoth bedrohen noch immer die Küste des Elfenreiches. Die Namenlosen haben auf den Ruinen von Keraak Kat, den Ruinen der alten Ringfeste der Schakale, eine neue Festung errichtet, von der aus sie gegen ihre Todfeinde zu Felde ziehen.

Die Lakaien ziehen eine immer enger werdende Schlinge um die Länder an der Küste des Inneren Meeres, und wenn die Rassen der Sterblichen weiter gespaltet bleiben, scheint ein Kippen der Waagschale zugunsten des Herrschers der Finsternis unausweichlich.

Die Städte

Jeder der Propheten der Finsternis residiert in seiner eigenen Hauptstadt, den vier schwärzesten Punkten Chronopias. Am Ende des Totenmarsches, als sich ein jeder der Infernalischen in einer der vier Ecken der Welt niederließ, begannen ihre Gefolgschaften mit der Errichtung ihrer finsteren Residenzen. Eine jede wurde zu einem Spiegelbild ihres Herrn und einer Hochburg der Verehrung des dunklen Herrschers. Heute liegen auch die großen Malströme, die Tore zum Reich der Finsternis, direkt an den riesigen Zitadellen der finsteren Propheten. Gewaltige, halb durchsichtige Säulen überragen die düsteren Mauern dieser riesigen Bollwerke des Bösen und bohren sich weit in den Himmel. Zwischen den Gebäuden aus schwarzem Marmor, der von blutrot schillernden Adern durchzogen ist, erstrecken sich lange Brücken und Säulengänge, gesäumt von Statuen des Gottes der Finsternis und seiner Dämonenfürsten. Bald sollen diese Orte Hauptstädte seiner Neuen Welt sein, einer Welt des Todes und Leides - der Welt der Lakaien.

Negrals Hautstadt wurde als erstes von den Lakaien fertiggestellt. Unablässig soll in ihren Straßen und Gassen das Stöhnen der ruhelosen toten zu hören sein, und alle, die hier den Tod auf den Opferaltären finden, fahren geradewegs in die Arme des Herrschers der Finsternis hinab. Die Stadt wurde auf der Insel erbaut, auf der die Propheten das erste Mal zusammenkamen, um über ihren Verrat und die Rebellion gegen den Wahrhaftigen König zu beraten. Die Stadt ist ein erschreckender und greulicher Anblick. Das Frostmeer um die Stadt herum ist nicht annähernd so kalt wie das Herz des Herrn dieser Insel. Myriaden von Aasgeiern kreisen auf ihrer ständigen Suche nach Beute unaufhörlich um die düsteren Türme, zwischen denen einst der erste Nekromant das Licht der Sonne erblickte.

Weit im Süden von Negrals Nekropolis, im rauhen und zerklüfteten Feuerland, liegt die höllische Heimstatt Lokoths, eine finstere und entstellte Fassung seines Geburtsortes im Land der Blutrausch. Im Westen wurde die Zitadelle Nemeths auf den Ruinen einer Ringfeste der Zwerge errichtet, und der Duft des Todes ist in ihren Mauern allgegenwärtig. Ein nicht endender Strom von Blutopfern wird Tag und Nacht in die Höllengrube geworfen, die tief im Inneren der Festung liegt.

Der Palast Alehas liegt tief in den Dschungeln Jebels, doch im weitem Umkreis um ihre Festung herum ist längst alles tot, was einst hier lebte.

Nicht nur die Zitadellen der Propheten der Finsternis sind ein Abbild des Reiches der Finsternis, sondern auch die Städte, die von den Lakaien erobert wurden, ähneln mehr und mehr den vier Hochburgen der Finsternis. Alte Gebäude werden abgerissen und neue Bauwerke werden zu Ehren des neuen Gottes errichtet, des Herrn der Finsternis. Die versklavten Bewohner werden gnadenlos und ohne Rücksicht auf Verluste zum Bau dieser dämonischen Schreine gezwungen, nur um danach ein grausames Ende in den Opfergruben der Lakaien zu finden - zu Ehren ihres finsteren Herrn. Eine undurchdringliche Schwärze liegt über allen Städten des dunklen Gottes, und sie wird einzig und allein von den Schreien der Toten und Sterbenden aufgerissen.

Schriften der Toten

Die Anfertigung der Schriften der Toten wurde von Negral Zaràkin nach der Gründung seines Tempels des Todes in nordöstlichen Ödland angeregt. Er wollte die Geschichte der Erstgeborenen aus der Sicht des Finsteren und seiner Propheten neu schreiben. Jeder Prophet hat zusätzlich noch eigene Geschichtsschreiber, doch die berühmtesten Texte befinden sich in den Schriften der Toten. Eine Sammlung von Fakten und Prophezeiungen, die Gerüchte zufolge mit frischen Blut auf der Haut von Opfern geschrieben wurden. Die Verfasser selbst hatten ihre Seele schon vor langem, an den Finsteren verkauft und verbrachten ihr Leben damit, die Geschichte ihrer finsteren Meister aufzuzeichnen. Einige setzten ihre Arbeit sogar nach dem Tod fort. Irra Zar'akin beispielsweise, erstgeborener Sohn des dunklen Propheten und einer Dämonen aus der siebten Hölle,, koordiniert als Skelettdiener noch immer die Chronisten seines Herren und überwacht persönlich die Sammlung frischer Schreibmaterialien.

Das Zeitalter der Finsternis

Die Zeit von den Anfängen der Lakaien bis zum Aufstieg der Propheten und ihrer dämonischen Königreiche wird häufig als Zeitalter der Finsternis bezeichnet. Für viele Bewohner Chronopias trifft dies die Wahrheit nur zu gut, denn die Welt ist heute finsterer als je zuvor. Selbst Brüder töten einander, und der Tod lauert überall. Dieser Begriff wird auch manchmal verwendet, um die Zeit des Verrates der Propheten der Finsternis selbst und all derer zu bezeichnen, die ihre Rassen verrieten und sich den Lakaien anschlossen.





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Ersterstellung am 30.12.2014. Letztes Update am 30.12.2014.

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