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Schattenschleicher (Shadow Stalker) modelieren

Matt Beauchamp Quelle: Excelsior Entertaiment Homepage
Übersetzt von: Coki

Wir erhalten im Studio von Besuchern eine Menge Fragen darüber, wie unsere Modelle designt werden. Diese Frage kommt sehr häufig und jeder Besucher scheint weitere Informationen sich zu wünschen. Dementsprechend zieht Thoms Tisch mit den neuesten Modellen unwiderruflich die meisten neugierigen Zuschauer an.
Wunderbarerweise dokumentiert Thom alle Prozessschritte einer Miniaturentwicklung, ausgenommen die seinigen, sodass es uns ermöglicht wird einem neugierigen Frager alle Prozesse im Detail erklären zu können. Um hier ein wenig Zeit zu ersparen das folgende Dokument, das in allen Schritten die Entwicklung solch einer Figur nachvollzieht.

Anstatt hierbei den Blick auf ein ältere Modell zu richten, dachten wir, das es mehr Spass machen würde, eher auf eines der "gerade freigegebenen" Modelle der Chronopia Linie zu werfen. Dieser üble Junge von der Armee der Lakaien erhält von seinem Sculptor / Lehrer Matt Beauchamp eine wundervolle Form. Unten ein Bild von ihm.
So, bis auf weiteres adieu, viel Spass bei der Betrachtung der Entwicklung eines bösen Modells....


Schattenschleicher Konzeptart

Der Beginn:
Das erste was zu tun ist, ist sich einen Überblick über die Werkzeuge zu verschaffen. Es gibt viele Arten Instrumente die ihr benötiget, die häufigsten sind zahnmedizinischen Werkzeuge. Zusätzlich braucht ihr die auf der weiter unten angegeben Liste enthaltenen Einzelteile.
Das Wichtigste vorweg: Denkt immer daran, das ihr nur kleine Schritte bei der Modellentwicklung unternimmt. Das bedeutet, das man sich ersteinmal an den Gebrauch des Greenstuff und der Modulierung gewöhnen muss, was am besten in kleinen Schritten geht.
Sobald ihr ein Werkzeug in die Hand nimmt, müsst ihr immer das Modell mit der Vorlage vergleichen. Das ist sehr wichtig! Denn ihr wollt ja, das euer Modell nahe an der Vorlage sein soll. Als Vorlage für den Shadow Stalker haben wir ein wundervolles Bild von Adrian Smith (siehe erste Bild rechts).
Während die Kunst in ihrer Darstellung begrenzt ist, könnt ihr in 3D die Pose durch leichte Änderungen dem gewünschten Ziel anpassen. Dieses wird in der Armatur Phase getan.

Was man zum Start haben sollte:
1) Kupfer- oder Stahldraht
2) Kombi- und Kneifzangen
3) Korken
4) Grüner Epoxidkitt (Kneadatite)
5) Brauner Epoxidkitt (Titanium Kneadatite)
6) verschiedene Werkzeuge fürs modulieren
7) Wärmequelle mit niedriger Temperatur (Schreibtischlampe)
8) Referenzvorlage
9) GEDULD!!!!



Armatur Phase
Verdreht den Draht in einen "Strichmännchen" und überprüft dabei, ob die Füße in geraden Punkten enden, die ihr im Korken reinsteckt. Dieser Korken ermöglicht es, das Modell während der Modulierungsphase anzufassen und in Position zu bringen, ohne es selbst zu berühren, da das Kitt Fingerabdrücke behält, ist dieses sehr wichtig.
Zu diesem Zeitpunkt müssen keine Arme angefügt sein. Aktuell geht es eher darum in welcher Pose die Figur zum Schluß sein soll. Bringt den Draht so in Position, daß ihr der Meinung seit es wäre die gewünschte Pose. Ihr solltet Berücksichtigen, das ausreichend Platz für Arme und dem fehlenden Bestandteilen an den Füßen vorhanden ist.

Sobald ihr das Drahtgestell in der gewünschten Position habt, fängt ihr damit an das Kitt an den Draht Rahmen hinzuzufügen. Dies ist das einzige Mal wo ihr größere Mengen an Kitt verbraucht. Die Details an der Figur folgen ja später und benötigen nur geringe Mengen an Kitt.
Ersteinmal arbeitet ihr die gewünschte Grundform der Modelles heraus und ergänzt es mit den grundlegenden Muskelpartien (siehe drittes Bild). Für die Phasen wo das Kitt der Figur trocknet, macht es Sinn sich mit dem Schwert zu beschäftigen. Nimmt einen geraden Draht und etwas Titanium Kneadatite und arbeitet Euch von der Spitze bis zur Mitte des Drahtes durch. Dieser Teil ist das Schwertblatt und durch den Anfang von oben erhält dieses Schwert seine typische bullige Form.
Warum verschiedene Kitts? Im Allgemeinen ist das Titanium stärker und steifer und wenn man schärfere Ränder haben will, ist es besser geeignet als das Grün, welches um einiges weicher ist und somit für Körper o.ä. in Frage kommt.




Lasst die Figur entstehen
Nun wird weniger Kitt benötigt. Mit diesen geringeren Mengen werden die Konturen herausgearbeitet und die Muskeln verstärkt, welche die Figur definiert. Während ihr das Kitt ergänzt und in seine Position formt, solltet ihr die Werkzeuge immer feucht halten, bevor ihr weiter am Modell arbeitet. Das Kitt klebt nämlich ansonsten sehr schnell an dem Werkzeug und ihr ruiniert Euch die Figur. Einige Modellierer benutzen dafür Speichel (ugh!). Thom bevorzugt Vaseline. Was auch immer ihr am bequemsten findet, stellt es immer schnell erreichbar auf.
Zwischen den einzelnen Kittergänzungen setzt ihr am besten die Figur dem Licht einer Tischlampe aus, damit das Kitt schneller trocknet und ihr zügig am Modell weiterarbeiten könnt. Bei längeren Pausen bzw. Unterbrechungen sollte das Kitt, wie auch das in der Arbeit befindliche Modell, an einem trockenen und kühlen Platz gelagert werden.
Wenn ihr an den Knöcheln der Figur gelangt seit, solltet ihr jetzt mit den Füßen beginnen. Diese breiten sich über dem Korken, als ob dieses der Boden unter seinen Füße ist. Nicht zu vergessen, auf der Rückseite des Modells soll auch ein Umhang vorhanden sein. Darum braucht ihr auf der Rückseite nicht viele Details erstellen, da mit dem Umhang diese sowieso verdeckt werden.

Sobald das erledigt ist, könnt ihr Euch den Armen zuwenden. Auch hier ist die Länge des Drahtes ignorierbar, da dieser später ja gekürzt werden kann. Mit etwas hervorstehendem Draht setzt ihr das eine Ende in die Schulter ein und moduliert mit Kitt den Arm von der Schulter bis hinunter zum Handgelenk. Danach könnt ihr auch gleich weitermachen mit dem Kopf.



In diesem Stadium macht es Sinn das bisherige Modell mit der Vorlage intensiv zu vergleichen. Das bedeutet unter anderem, das wir sicherstellen dass das Modell im richtigen Größenverhältniss zu anderen Modellen ist. In dem Fall des Shadow Stalker sollte, durch Anweisungen von Thom, dieser ein klein wenig größer als ein menschliches Modell (Erstgeborenen) und etwas kleiner wie ein Auge des Finsteren (ein Lakaien Modell) sein. Ihr könnt den Größenvergleich im Bild unten sehen.
Sobald der Größenvergleich erfolgt ist, solltet ihr das Schwert, was ihr früher schon angefangen habt, auf seine passende Größe Prüfen. Hat es die passende Größe? Ist es zu schmal? Paßt es richtig? Fügt es vorübergehend dem Modell zu (siehe Bild 7 - Popup!). Häufig ist das ein nicht gemachter Schritt, aber Größenvergleiche sind sehr wichtig. Einen einheitlichen Größenstandard zu haben und ihn zu befolgen ist eine der wichtigsten Aufgaben jedes Modulierers.


Der Grössenvergleich



Der Teufel im Detail
Bis jetzt sind am Shadow Stalker nur Grundlagen herausgearbeitet worden, mit rudimentären Details. Nachdem diese Grundlagen erledigt sind, kümmern wir uns um diese Details. Die Rüstung wird jetzt hinzugefügt, hier wird wieder Titanium Kneadatite benötigt, und in seiner Position geglättet. Indem ihr immer wieder die Vorlage zur Rate nimmt, wird es offensichtlich, wo die Panzerstücke hin müssen, welche Arten von Vertiefungen benötigt wird, usw. Sobald die Rüstung in Position ist, könnt ihr mit dem Grünnen Kitt noch einige hervor ragende Details hinzufügen. Es ist wichtig an diesem Punkt, die Rüstung glatt und gleichmäßig zu halten. Während die Rüstungsbestandteile unter der Lampe sich verfestigen, wenden wir unsere Aufmerksamkeit zur der Hand zu, sprich die mit den Klingen am Handgelenk, meiner Meinung nach eine Lakaien Version der Hand vom X-Man Wolverine.
Auf einem geraden Stück Draht wird das Titanium hinzugefügt um die Klingen zu bilden. Der grüne Kitt wird benutzt, um eine Faust heraus zu bilden, als würde er den Griff der Klingen umschliessen. Zwischen der Faust und der Rüstung ergänzen wir noch eine kleine Verlängerung um einen Ansatz für den Unterarm anzufügen.
Ihr erkennt wie nahe Matt sich an der Zeichnung gehalten hat.




Der Teufel, sagten Sie!
Nun da die Arbeit an den Details begonnen haben, kommt jetzt das spaßige Abschnitt, der Abschnitt, wo das Modell beginnt zum Leben erweckt zu werden. In den unteren Bildern könnt ihr die einzelnen Details erkennen die ergänzt wurden. Spitzen werden der Rüstung hinzugefügt, das Bein wird richtig zurecht geformt, auch der Lendenschutz wird ergänzt, sowie zahlreiche Details im Gesicht. Dieses ist die interessanteste Periode und zugleich die Belohnung für den Modulierungsprozeß.







Während die neuen Details sich verfestigen, kann unsere Aufmerksamkeit wieder den Waffen zuwenden und entsprechend mehr Details hinzufügen.
Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um den Umhang hinzuzufügen. Da er viel von der Rückseite des Modells bedeckt, ist es nur vernünftig um unter anderem festzustellen, welche Details im Handgelenk und in den Armen benötigt werden. Der Umhang ist auch ein wichtiges Bestandteil der Figur, da die Bewegung, die in dem Umhang enthalten ist, ein wichtiger Beitrag zur Verstärkung der dynamischen Pose des Modells darstellt (oder mindestens ist es das was Thom in den Modulierungsworkshop versucht zu erklären).
Dieser Abschnitt geht solange, bis alle Details auf der Figur enthalten. Das Endresultat könnt ihr unten sehen. Wir hoffen daß euch diese Modellentwicklung gefallen hat! - MC





Hier noch ein paar Tips von Matt
1) Benutzen immer nur etwas Kitt (Erbsen-Größe)
2) Nach dem Mischen des Kitts wartet 5 Minuten bevor ihr es dem Modell hinzufügt.
3) Arbeitet vom Innen nach Aussen (Muskeln, Haut, Kleidung, Rüstung, dann abschließende Details)
4) Nimmt eine Lampe, um Kitt zu zu erhärten.
5) Versuch die Zeit mit anderen Aufgaben (Schwert, Handgelenk) zu überbrücken.
6) Erstelle klare Strukturen/Vorgaben für die erhobenen Details.
7) Bemühe dich um verschiedene Arten der Beschaffenheiten bei den Oberflächen (Glatt, Pelz, Größen, usw.)
8) und zu guter letzt, sei immer geduldig!!

Ergänzung:
Seit Juni 2004 ist der von Matt Beauchamp erstellte Shadow Stalker bei Excelsior Entertaiment erhältlich. Hier nun das Bild aus dem Online Shop.

Schattenschleicher





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Ersterstellung am 30.12.2014. Letztes Update am 30.12.2014.

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