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Das Jadehaus der Elfen

Die Turmstadt des Jadehauses überragt seit nunmehr über tausend Jahren den Weltenrand. Die Stadt begann als befestigter Außenposten der Elfen im Osten Chronopias. Der Platz für die miitärische Siedlung war gut gewählt, denn auf der einen Seite schützten die Palisadenberge und auf der anderen die steilen Felswände und Dschungel des Verlorenen Landes den Außenposten. Für die Elfen erwies sich diese Stellung als ideale Basis für die Feldzüge gegen die Ostflanke des Imperiums der Schwarzblüter. Bald fielen sie auch in das Verlorene Land ein, wo sie erstmals die Wunderkraft der gelben Lotusblüte zu Gesicht bekamen. Ihre Berichte einer neuen, bislang unbekannten Lotusart sandten Schockwellen durch die Kultur der Elfen, die dachte, sie hätten längst alles über die verschiedenen Abarten der mächtigen Lotusblume in Erfahrung gebracht. Die besten Lotushexer der Elfen versuchten, den Gelben Lotus nachzuzüchten und anzubauen, doch alle Versuche schlugen fehl. Schon bald realisierten die Elfen, daß wohl nur die Sumpfgoblins das wahre Geheimnis seines Anbaus kannten.
Die Elfenherzöge berieten untereinander und umwarben die Sumpfgoblins in der Hoffnung, in ihren Stämmen eine stabile Quelle des Gelben Lotus aufgetan zu haben. Zwar waren die Sumpfgoblins über das Interesse der Elfen überrascht, denn ihre Schamanen hatten angenommen, der Blütennektar sei für alle Rassen außer den Kindern des Moors nur tödliches Gift. Doch nun schien es, als seien auch die Elfen in der Lage, seine mächtige Wirkung zu verkraften und seine Gaben zu empfangen. Die Elfen nahmen Handelsbeziehungen mit den Goblins auf, doch die Herzöge erkannten schon bald, daß ihre Lieferungen nicht ausreichten. Um ihre Position zu stärken, verbündeten die Elfen sich also mit Stämmen, die in den Krieg ziehen. Dieser Brauch setzte sich immer mehr durch, da Goblin- und Elfenstreitkräfte einander auf dem Schlachtfeld vorzüglich ergänzen und eine durchschlagende Kampfkraft besitzen. Im Gegenzug stellten die Goblins den Elfen einen Teil ihrer Lotusernte zur Verfügung, und die Beziehungen festigten sich.
Die ständigen Kämpfe zwischen den Stämmen sorgten dafür, daß die Goblins die Hilfe der Elfen immer wieder in Anspruch nahmen, doch schon bald zeichnete sich ab, daß die Kalebassenkinder die Elfen niemals mit genügend Lotusblüten versorgen können, denn der Gelbe Lotus besitzt ein weitaus höheres Suchtpotential als alle anderen bekannten Lotusarten. Er besaß außerdem eine Eigenschaft, die ihn besonders wertvoll machte: Im Gegensatz zu den anderen Arten stand sein Konsum allen Elfen offen, nicht nur den wenigen Lotushexern. Auch die Elfenkriegern vermochten mit der Wunderblüte ihre Kampfkraft zu erhöhen, und viele beschlossen, der Gewinn überwiege das Risiko.
Vor zweihundert Jahren, als der Frieden zwischen den Elfen und den Schwarzblütern erklärt wurde, versuchten die großen Elfenhäuser, die Kontrolle über die Jadestadt zu gewinnen, denn die Stadt am Weltenrand hatte beträchlich an Größe und Einfluß gewonnen. Sie wollten den Lotus für sich selbst, um ihn zu erforschen und sein volles Potential nutzbar zu machen. Die Jadestadt verweigerte sich jedoch den Elfenherzögen, und ihre Abgelegenheit wurde zum entscheidenden Vorteil. Die Beziehungen zwischen den Schwarzblütern und den Elfen begannen wieder einmal, zu verfallen, und die Elfen der Jadestadt entfernten sich immer von der Gesellschaft der Elfen im restlichen Chronopia. Ihre Zahl wuchs beständig, als Mitglieder der anderen Elfenhäuser an den Weltenrand kamen, um zu sehen, ob der sagenhafte Ruf der unabhängigen und dekadenten Elfenfestung am Rand der grünen Hölle den Tatsachen entsprach.
Der Herrscher der Jadestadt entschieden sich, ihre Unabhängigkeit formell zu bekräftigen und gründeten das Jadehaus. Der Rest der Welt interessierte sie nicht mehr; einzig die Frage, wie viele Kampfverbände es in den Dschungel zu senden galt, um den Strom der gelben Lotusblüte nicht abreißen zu lassen, beschäftigte die Elfen noch. Hin und wieder kam es in den Palisadenbergen zu Scharmützeln mit den Schwarzblütern, doch der Großteil der schlimmsten Kriege Chronopias ließ die Jadeelfen unbehelligt. In ihrer Isolation haben die Elfen eine hedonistische Gesellschaft geschaffen, die zu sehr damit beschäftigt ist, sich im Luxus zu verlieren, um sich um die Probleme der anderen Elfen am Inneren Meer zu kümmern. Sie geben sich dem Rausch des Gelben Lotus hin und kämpfen nur, um eine ständige Versorgung mit der exotischen Pflanze zu gewährleisten, die nur im Verlorenen Land zu finden ist.




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Ersterstellung am 31.12.2014. Letztes Update am 08.02.2017.

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