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Die Söhne des Kronos

Obwohl dies kaum vorstellbar ist, haben die Söhne des Kronos die gleiche Abstammung wie die Erstgeborenen. Tatsächlich sind beide Völker Erstgeborene. Der Wahrhaftige König selbst vereinte die Stämme der Berserker, doch als Kronos A'Kallach sich weigerte, den Wahrhaftigen König als Herrscher anzuerkennen, trennten sich die Wege der Erstgeborenen und der Berserker.

Die Stämme, die sich dem Wahrhaftigen König anschlossen, beanspruchten die Bezeichnung Erstgeborenen für sich und errichteten das grosse Königreich, das die Welt von Chronopia bis zum heutigen Tage hasst und fürchtet. Die Stämme der Berserker blieben jedoch ihrer Vergangenheit treu und glauben noch immer an die Erdgöttin und den Kreislauf von Leben, Tod und Wiedergeburt. Zwischen den beiden grossen Völkern bestehen jedoch noch immer starke Bande. Ihre gemeinsame Geschichte war nicht ohne Schwierigkeiten, doch die Streitigkeiten und Konflikte eskalierten niemals zu einem offenen Krieg. Noch heute sind die Herzen der Berserker hin- und hergerissen zwischen Respekt vor dem Wahrhaftigen König, der einst der Blutsbruder von Kronos persönlich war, und die Verdammung für die Verachtung, die er den alten Bräuchen entgegenbringt.

Die Loyalität der Erstgeborenen gegenüber dem Wahrhaftigen König ist frei von solchen Zweifeln. Sie haben grossen Respekt vor den Söhnen des Kronos, doch für sie begann die Geschichte der Erstgeborenen erst mit der Geburt des Wahrhaftigen Königs. Sie haben keine Schwierigkeiten damit, die Steppe der Berserker den Söhnen des Kronos zu überlassen, denn sie wissen, dass sie keinen zuverlässigen Wall aus Fleisch und Stahl in ihrem Rücken haben könnten.

Der Schlangenfluss markiert die nördliche Grenze des Königreichs der Erstgeborenen. Im Westen windet sich die grosse Bucht in den Gewässern des Kessels, die als Drachenschlucht bekant ist, zu der Stadt Aregath. Und jetzt, wo Nuria in Trümmern liegt, markiert dies die westlichste Hochburg der Erstgeborenen. Im Osten verschwimmt die Grenze der Erstgeborenen unter der Flut der Angriffe der Lakaien. An dem umstrittenen Ufer steht Kalamonien. Im Süden erstreckt sich die Grenze über die Ebenen hinweg bis hin zu der Stadt Gergythia und darüber hinaus. Doch letztlich ist es Aegirs Schlucht zu verdanken, dass keine Armee von beträchlicher Grösse aus dem Süden in Chronopia einfällt.

Genährt von dem Wasser des Dreifachen Sees, hat der Schlangenfluss eine tiefe unpassierbare Schlucht in das Land getrieben. Der schnelle Strom is gefählrich und voller Stromschnellen und bösartiger Wasserfälle, was es unmöglich macht, den Fluss mit dem Boot zu befahren. Mit den steilen Klippen, die den Fluss entlang seines gesamten Laufes einschliessen, bietet er die perfekte Verteidigung gegen die ständigen Versuche Nemeths, gegen den Wahrhaftigen König in die Schlacht zu ziehen.

Es war Frustation, die Nemeth zu dem ehrgeizigen Plan veranlasste, um den Dreifachen See zu ziehen und sich mit Negrals Streitmacht zu vereinen, bevor sie Chronopia gemeinsam aus dem Norden angriffen. Ein Plan, der von Erfolg gekrönt worden wäre, wenn der Stamm der Dämmerung und der Stamm der Göttin nicht in das Geschehen eingegriffen hätten.

Die Welt staunte ungläubig, als die Lakaien gegen Chronopia zogen und der Wahrhaftige König sich weigerte, gegen sie in die Schlacht zu ziehen. Einige dachten, er wisse nichts von dem bevorstehenden Angriff - doch das sind Nichtswisser. Andere hielten ihn für einen Feigling, der Angst hatte, die starken Verteidigungsmauern seiner Stadt zu verlassen. Doch was wissen die schon von Mut? Wer die Wahrheit kennt, hat einen Meister bei der Arbeit beobachten können.

Er weigerte sich, ohne den Segen Moriaths, der Matriarchin des Mutterstammes, in die Schlacht zu ziehen. Einen Segen, geschrieben in den Leuchtfeuern, die in der Nacht brennen.

Niemand weiss, wer das Alte Feuer errichtet hat, das über den Gewässern Aregaths steht. Doch die Kette aus Signalfeuern, die sich von Aregath bis Chronopia erstreckt, wurde von den Erstgeborenen zu der Zeit Kronos A'Kallachs errichtet, als er der Kommandant der Streitkräfte des Wahrhaftigen Königs war. Sie bot eine Möglichkeit, wichtige Nachrichten von einer Stadt zur nächsten zu übermitteln. Ausserdem wurde sie dazu verwendet, Kronos zurückzurufen, wenn seine Pflichten ihm geboten, in die nördliche Steppe der Berserker zurückzukehren.

Als das Alte Feuer auf Geheiss von Moriath erleuchtet wurde, wusste der Wahrhaftige König, dass er gegen die Lakaien in die Schlacht ziehen konnte, ohne den Zorn Moriaths und des Stammes der Göttin auf sich zu ziehen. Doch selbst dies war noch nicht alles. Er wusste, dass zwischen den Kriegern, die gegen einen gemeinsamen Feind kämpfen, ein Band wächst, das stärker ist als Stahl. Als er also auf dem Feld der Schwüre den hoffnungslosen Sturm gegen die Lakaien anführte, unterwarf er sich selbst der Gnade Moriaths - ohne zu wissen, ob sie ihn retten würde oder nicht. Manche bezeichnen dies als dummes Glücksspiel; andere erkennen die Wahrheit: einen Akt des Glaubens, für den die Gefahr des Todes ohne Bedeutung ist.

Doch nun bevor er den Wall der Ahnen erreichte, wurde der Wahrhaftige König einer weiteren Glaubensprobe ausgesetzt: den Glauben an seine eigene Fähigkeiten, die Herzen und den verstand anderer zu beurteilen. In diesem Fall war er über die Entscheidung Herzog Zazens des Hauses des Kristall-Lotus besorgt. Der Wahrhaftige König hatte vorhergesehen, dass Valymir seine Armee angreifen würde, um den Wahrhaftigen König davon abzuhalten, den Wall der Ahnen rechtzeitig zu erreichen, um die Lakaien aufzuhalten. Er vermutete ausserdem, dass sich Zazen der Torheit dieses Versuchs bewusst war. Also entschied der Wahrhaftige König, Valymirs Angriff nicht aus dem Weg zu gehen. Dadurch sah sich Herzog Zazen zum Eingreifen gezwungen, und mit Zustimmung von Heliac, bat er das Haus des Blutroten Phönix, Negrals Armee aufzuhalten, wenn sie aus den engen Bergpässen auftauchen würden, die den Drachengrat durchziehen.

Die Linie zwischen Erfolg und Versagen war dünner als ein Seidenfaden, doch als die Erstgeborenen gegen die elfische Streitmacht von Herzog Valymir kämpften, spürte der Wahrhaftige König, dass Zazen zu der richtigen Einsicht gekommen war. Da lächelte der Wahrhaftige König und rief seine Königlichen Paladin-Scharfschützen. Sie wählten ihre Ziele, spannten ihre Bögen, und die Schwarzen Lotushexer fielen zuhauf durch die tödliche Präzision dieser Meisterschützen. Schliesslich hatten die Erstgeborenen die Elfen der Schwarzen Schlange zurückgedrängt und setzten ihren Marsch nach Norden fort.

Sie überquerten den Schlangenfluss in den Vorgebirgen des Drachengrats. Der Wahrhaftige König trieb sie voran, denn er wusste, wie knapp dieses Rennen ausgehen würde. Zehn Tage marschierten sie. Sie schliefen wenig und brachen bei der Dämmerung auf. Uund als sie gerade die Türme des Walls der Ahnen sahen, hörten sie das Siegesgebrüll der Lakaien. Der Wahrhaftige König befahl der Eisernen Garde, sich zu einem Keil zu formieren. Und auch wenn er die Lücken der Verteidiger des Walls nicht sehen konnte, spürte er doch die Richtung des verdorbenen Stroms der Lakaien und lenkte die Phalanx in diese Richtung. Als die Eiserne Garde die Lücke geschlossen hatte, führte er seine Streitritter gegen die Lakaien in die Schlacht, die den Wall bereits überquert hatten.

Die Schlacht, die nun folgte, war glorreich und blutig. Und genau wie der Wahrhaftige König vermutet hatte, wartete die Matriarchin des Mutterstammes bis zum letzten Moment, bevor sie ihre Söhne in die Schlacht schickte.

Die Schlacht um den Wall der Ahnen markierte den Beginn eines neuen Kapitels in der Geschichte der Erstgeborenen und der Berserker. Ein Kapitel, in dem sich niemand der Vergangenheit verpflichtet fühlte, sei es durch Zorn oder durch einen Schwur. Von diesem Moment an waren sie nicht mehr das gleiche Volk. Sie waren zwei eigenständige Rassen: auf der einen Seite die Söhne des Kronos, die Berserker aus der Steppe - Söhne und Töchter der Erdgöttin; auf der anderen Seite die Erstgeborenen, das Volk des Wahrhaftigen Königs - Untertanen des Lebenden Gottes.




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Ersterstellung am 31.12.2014. Letztes Update am 31.12.2014.

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